Kelheim
Holzfaserdämmung in Kelheim
In Kelheims Altstadt entscheidet der Ensembleschutz oft über die Dämmmethode – wir prüfen für jedes Gebäude, ob Innen- oder Außendämmung die bauphysikalisch richtige Wahl ist.
Wer in Kelheim ein Gebäude dämmen möchte, muss zunächst eine Frage klären, die anderswo selten so deutlich gestellt wird: Darf die Fassade überhaupt verändert werden? In der historischen Altstadt lautet die Antwort oft Nein – und genau dort beginnt unsere eigentliche Aufgabe.
Ensembleschutz als Ausgangspunkt
Kelheims gesamte Altstadt steht unter Ensembleschutz, einzelne Gebäude zusätzlich als Einzeldenkmal. Das betrifft nicht nur Fenster und Dächer, sondern auch die Wandflächen selbst: Eine nachträgliche Außendämmung würde das historische Erscheinungsbild – Putzstruktur, Fassadengliederung, Sockelhöhe – verändern und ist deshalb in vielen Fällen nicht ohne Weiteres möglich. Ob im konkreten Einzelfall eine Ausnahme denkbar ist, klärt sich immer im Gespräch mit der unteren Denkmalschutzbehörde; eine pauschale Aussage dazu wäre unseriös.
Was das für die Dämmung bedeutet
Für erhaltenswerte Fassaden rückt damit die Innendämmung in den Vordergrund. Sie erlaubt eine energetische Verbesserung, ohne das Straßenbild anzutasten – verlangt aber eine sorgfältige Planung: Der Taupunkt liegt bei einer innenseitigen Dämmung anders als bei einer außenseitigen, und Anschlüsse an Decken, Innenwände und Fensterlaibungen müssen luftdicht und zugleich diffusionsoffen ausgeführt werden. Holzfaserplatten eignen sich dafür gut, weil sie Feuchte aufnehmen und wieder abgeben können, statt sie an der Wandoberfläche zu stauen. Bei einer Wärmeleitfähigkeit von etwa 0,038 bis 0,050 W/(m·K) als Richtwert liefern sie zudem einen brauchbaren Dämmwert auch bei begrenzter Aufbauhöhe im Innenraum, was in engen Altstadtgrundrissen oft entscheidend ist.
Fassadenprogramm sauber abgrenzen
Das kommunale Fassadenprogramm im Sanierungsgebiet „Altstadtquartiere-Erweiterung II“ fördert 30 Prozent der förderfähigen Kosten bis maximal 10.000 Euro – ausdrücklich für Fenster, Haustüren, Tore, Freitreppen, Hoftore und Einfriedungen. Die Wärmedämmung selbst gehört nicht zum Förderumfang dieses Programms. Wer eine Dämmmaßnahme plant, sollte das nicht verwechseln: Für Fenster kann das Fassadenprogramm greifen, für die Dämmung prüfen wir andere Wege im Einzelfall mit Ihnen. Stand: August 2026, Angaben ohne Gewähr, Konditionen ändern sich – bitte aktuell prüfen.
Der Gegenpol: Neubau in Hohenpfahl-West
Ganz anders stellt sich die Lage im Neubaugebiet Hohenpfahl-West dar, wo Ein- und Doppelhäuser ohne denkmalrechtliche Einschränkungen entstehen. Hier lässt sich eine klassische Außendämmung mit Holzfaser planen, entweder als hinterlüftete oder verputzte Fassade, kombiniert mit einer Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung am Dach. Die hohe Wärmespeicherkapazität von Holzfaser – rund 2100 J/(kg·K) als Richtwert – sorgt dabei zusätzlich für einen spürbar besseren sommerlichen Hitzeschutz, ein Aspekt, der bei neu errichteten, oft kompakten Gebäuden gerne unterschätzt wird.
Anfahrt und Ortsteile
Unser Firmensitz ist im Schleusenweg in Kelheim gemeldet, gearbeitet und gefertigt wird jedoch in unserer Werkstatt in Pentling-Graßlfing. Von dort erreichen wir Kelheim über die B16 in rund 18 Kilometern und etwa 15 Minuten – sowohl die Altstadthäuser als auch das Neubaugebiet Hohenpfahl-West. Das gilt auch für die Gemeindeteile Kelheimwinzer, Herrnsaal, Kapfelberg, Lohstadt-Gundelshausen, Staubing, Stausacker, Thaldorf, Weltenburg und Affecking. Ob eine erste Bestandsaufnahme in der Altstadt oder ein Aufmaßtermin im Neubaugebiet: Der Weg zu Ihnen ist für uns Routine.
Mehr zu unserer Arbeit mit Holzfaser finden Sie auf der Übersichtsseite Wärmedämmung, Informationen zu unserer Werkstatt und weiteren Leistungen vor Ort auf der Seite zu Kelheim. Für eine erste Einschätzung Ihres Gebäudes nehmen Sie gern über die Kontaktseite Verbindung zu uns auf.
Beispiele aus unserer Arbeit
Für Wärmedämmung zeigen wir Ihnen aktuell noch keine eigene Bildergalerie — passende Referenzen besprechen wir gern im persönlichen Gespräch. Jetzt Kontakt aufnehmen.
Häufige Fragen: Wärmedämmung in Kelheim
Kann ich mein Haus in der Kelheimer Altstadt außen dämmen?
Das hängt vom Einzelfall ab. Steht die Fassade als erhaltenswert unter Ensemble- oder Einzeldenkmalschutz, kommt in der Regel nur eine Innendämmung infrage, während unauffällige Rückseiten oder untergeordnete Bauteile mitunter außenseitig gedämmt werden dürfen. Das klären wir vorab mit der unteren Denkmalschutzbehörde.
Fördert das Kelheimer Fassadenprogramm auch die Dämmung?
Nein. Das kommunale Fassadenprogramm im Sanierungsgebiet „Altstadtquartiere-Erweiterung II“ bezuschusst ausdrücklich Fenster, Haustüren, Tore, Freitreppen, Hoftore und Einfriedungen – die Wärmedämmung selbst ist davon nicht erfasst. Für eine energetische Sanierung prüfen wir mit Ihnen andere Fördermöglichkeiten.
Warum ist Innendämmung bauphysikalisch anspruchsvoller als Außendämmung?
Bei einer Innendämmung verschiebt sich der Taupunkt in der Wandkonstruktion, weshalb Anschlüsse zu Decken, Innenwänden und Fensterlaibungen besonders sorgfältig geplant werden müssen. Ein diffusionsoffener Aufbau mit Holzfaser unterstützt den Feuchtetransport, ersetzt aber nicht die genaue Detailplanung.
Ist Dämmung im Neubaugebiet Hohenpfahl-West unkompliziert?
Ja, dort bestehen keine denkmalrechtlichen Einschränkungen, sodass wir Wand- und Dachaufbauten frei nach bauphysikalischen Kriterien planen können. Für Ein- und Doppelhäuser bietet sich eine klassische Außendämmung mit Holzfaser an, kombiniert mit Aufsparren- oder Zwischensparrendämmung am Dach.
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